Kaminanschluss zwingend erforderlich

Wohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern benötigen einen Anschluss an einen Rauchfang um die Abgase der Heizungsanlage abzuführen. Alternativ ist ein Reservekamin vorzusehen, der für die Beheizung mit festen Brennstoffen geeignet ist.

Die genauen Vorschriften und Richtlinien hierzu variieren von Bundesland zu Bundesland. Unter bestimmten Bedingungen sind auch mehrere Feuerstätten an einem gemeinsamen Kamin möglich. In Wien etwa wurde durch das Inkraftreten der neuen Bauordnung eine Notkaminverpflichtung weitgehend abgeschafft.

Technische Beschaffenheit für einen Kaminanschluss

Kamine sind so weit lotrecht über Dach zu führen, dass eine sichere Ableitung der Verbrennungsgase gewährleistet ist. Die Dimensionierung der einzelnen Rauchfänge ist von der gewählten Heizkesselart, dem verwendeten Brennstoff und der zu erwarteten Heizlast (Leistung des Heizkessels) abhängig. Eine Absprache mit dem Heizungsinstallateur und dem Rauchfangkehrer sollte unbedingt durchgeführt werden.

  • Kamine müssen betriebsdicht und strömungsgünstig aus solchen Materialien gebaut sein, die gegen Verbrennungsgase, auftretendem Kondensat und der Belastung der Kehrgeräte standhalten – ebenso dem Ausbrennen, wobei Temperaturen von 1000° C entstehen.
  • Die Reinigungsmöglichkeiten sind lt. den einschlägigen Vorschriften einzuhalten. Reinigungsöffnungen dürfen nicht im Wohn- oder Schlafbereich liegen (Vorraum, Abstellraum, Küche).
  • Die Feuerstätte sollte sich in unmittelbarer Nähe des Kamines befinden.
  • Universalkamine sind für verschiedene Brennstoffe und Heizkesselarten geeignet und lassen nachträglich mehr Spielraum bei der Art der Heizung zu.
  • Holzteile aller Art müssen von den Rauchfängen einen Mindestabstand (je nach Bauordnung) aufweisen.
  • Für Öl- oder Gas- Brennwertkessel kommen meist Kunststoff-Abgassysteme zum Einsatz. Diese werden in einem brandbeständigem Schacht über Dach geführt.

Beachten Sie, dass bei der Sanierung einer Heizungsanlage in den meisten Fällen auch der Kamin mit saniert werden muss. Dabei werden bevorzugt Einzugrohre aus Edelstahl oder Kunststoff eingesetzt.

Quelle: Wohnnet