So teuer wird Heizen in 2018

Nach einem sehr heißen Sommer und milden Herbst hat in weiten Teilen Österreich nun doch der Winter Einzug gehalten. Zur Wärmegewinnung greifen die ÖsterreicherInnen laut einer Auswertung von Statistik Austria (2015/2016) auf verschiedene Energieträger zurück. Von den rund 3,8 Millionen Heizungen nutzen 28% Fernwärme, 24% Erdgas, 17% Biomasse, 16% Heizöl und 9% Wärmepumpen.

Wie die Rechnung fürs angenehme Raumklima für Mieter, Hausbesitzer und Co. ausfallen wird, hat die Österreichische Energieagentur erhoben. Im jährlich veröffentlichten Heizkostenvergleich sind neben den Energiekosten auch die Aufwendungen für Investitionen und Instandhaltung aufgelistet. Außerdem analysiert die Energieagentur die durch Heizsysteme verursachten CO2-Emissionen.

Das Ergebnis: Am teuersten kommen den Konsumenten Ölheizungen. Hier wirkt sich vor allem der hohe Heizölpreis deutlich aus: Es ist im November um fast ein Drittel (32 Prozent) teurer als vor einem Jahr, und die weitere Kostenentwicklung ist nicht vorhersehbar. Die Ölheizung ist außerdem das teuerste Heizsystem in allen Gebäudeklassen, unabhängig davon, ob ein Neubau, ein saniertes oder unsaniertes Gebäude betrachtet wird. Am billigsten ist Heizen in sanierten und neuen Einfamilienhäusern mit einer Wärmepumpe, hier wird ein starker Trend nach oben verzeichnet. Beim unsanierten Gebäude hat Holz die geringsten Kosten.

Für den Heizkostenvergleich der Energieagentur wurde ein 118 m2 großes Einfamilienhaus in drei Varianten herangezogen: thermisch unsaniert, thermisch saniert und Neubau. Im Neubau betragen demnach die Vollkosten für eine Ölheizung 2847 Euro, im sanierten Gebäude bis 3406 Euro und im unsanierten Gebäude bis 5586 Euro.

Quelle: Tiroler Tageszeitung