Der Herbstbeginn läutet auch gleichzeitig den Beginn der Heizsaison ein. Gerade in der kalten Jahreszeit müssen Heizsysteme problemlos funktionieren. Hierfür müssen diese jedoch regelmäßig gewartet werden. Als professionelle Hausverwalter schließen wir im Namen der Eigentümer entsprechende Wartungsverträge ab. Diese sparen nicht nur Kosten sondern sorgen auch für Sicherheit. Abnutzungen von Verschleißteilen können früher erkannt und größere Schäden vermieden werden. Außerdem arbeiten gewartete Heizungsanlagen sparsamer.

Einmalige und wiederkehrende Prüfung von Heizungen

Die regelmäßige Überprüfung von Feuerungsanlagen ist in allen Bundesländern vorgeschrieben. Berechtigt dazu sind verschiedene Berufsgruppen, darunter Rauchfangkehrer, Ziviltechniker und die Ofenhersteller selbst. Die Überprüfung muss die Kontrolle der allgemeinen Betriebssicherheit sowie im Speziellen des Brennstofflagers und der Leitungen umfassen. Der Prüfer dokumentiert dabei Abgasverluste, Emissionen und Wirkungsgrad. Stellt er einen Mangel fest, muss dieser innerhalb gewisser gesetzlich vorgegebener Fristen behoben werden.

Die genauen Prüfungsintervalle werden von den Bundesländern festgelegt, sie finden sich in den Landesgesetzen oder -verordnungen. Sie variieren je nach Brennstoff, Wärmeleistung und Heizungsart. Unabhängig von den gesetzlichen Vorschriften ist es sinnvoll, auf eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls Wartung der Heizungsanlage zu achten, schließlich erhöht sich dadurch unterm Strich die Lebensdauer der Anlage und der Brennstoffverbrauch wird gleichzeitig reduziert. Fachleute empfehlen daher eine jährliche Prüfung der Anlage.

Unterschied zwischen Inspektion, Wartung und Instandsetzung

Die Instandhaltung einer Heizungsanlage wird in Erhaltungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen untergliedert. Zu den Erhaltungsmaßnahmen zählen:

1. Inspektion: Dabei kontrolliert der Heizungsmonteur den Ist-Zustand der Anlage

2. Wartung: Stellt der Heizungsmonteur bei der Inspektion kleinere Mängel fest, werden diese bei der Wartung behoben. Der Monteur sichert damit den Soll-Zustand der Anlage.

Die Wiederherstellungsmaßnahmen umfassen:

3. Instandsetzung: Stellet der Heizungsmonteur bei der Inspektion und Wartung einen größeren Schaden fest, dann muss die Anlage repariert werden. Auch hier wird der Soll-Zustand wiederhergestellt.

Ablauf der Wartung nach Heizungstypen

Der Umfang der Inspektions- und Wartungsarbeiten ist stark von der Art der Heizanlage abhängig. Dazu spielen auch Umgebungseinflüsse, Benutzergewohnheiten und Angaben des Herstellers eine wichtige Rolle. Generell wird beim Heizungsservice hauptsächlich gereinigt und gegebenenfalls das ein oder andere Verschleißteil ausgetauscht, bevor es komplett kaputt geht. Was genau bei der Wartung gemacht werden muss.

Ölheizung

Die Ölheizung gehört in Österreich zu den am meisten verbreiteten Heizungstypen. Ist allerdings der Heizkessel schlecht eingestellt oder es haben sich zu viele Rußpartikel auf den Flächen des Wärmetauschers oder des Brenners abgesetzt, verschlechtert sich der Wirkungsgrad der Anlage. Damit steigen der Brennstoff-Verbrauch und der Schadstoff-Ausstoß. Das regelmäßige Reinigen der Brennkammer kann bereits bis zu drei Prozent Energie sparen und gleichzeitig die Umwelt schützen.

Zu den Wartungsarbeiten gehört die Reinigung von Brennraum und Düse der Ölheizung und das Tauschen des Ölfilters. Durch eine falsche oder unterlassene Wartung kann es nicht nur zu Mehrkosten kommen, sondern auch zu Sicherheitsrisiken. Daher ist es ratsam, die Wartung der Ölheizung durch einen Heizungsmonteur durchführen zu lassen.

Um zu verhindern, dass der Schornsteinfeger die Anlage wegen schlechter Abgaswerte beanstandet, sollte der Heizkessel einmal im Jahr gereinigt werden. Und das möglichst nicht erst dann, wenn der Energieverbrauch spürbar steigt oder die Ölpumpe ungewöhnlich laut ist. In der Brennkammer und im Abgastunnel sammelt sich nämlich viel Ruß an. Wird dieser regelmäßig entweder abgesaugt oder mit einer Kesselbürste abgebürstet, kommt es erst gar nicht zum gesteigerten Energieverbrauch.

Der Monteur sollte gleichzeitig den Rauchabzug, der den Heizkessel und den Kamin verbindet, auf Rost untersuchen. Entdeckt er dabei ein Leck, muss sofort reagiert werden. Denn treten die Abgase bereits im Keller aus, ist die Gesundheit der Bewohner des Hauses durch die giftigen Gase stark gefährdet.

Ist der Ruß entfernt, geht es an die Reinigung des Brenners. Dazu werden der Ölfilter und die Öldüse mit Terpentin gereinigt. Der Heizungsmonteur sollte außerdem den Motor, die Pumpe, das Steuergerät, den Flammenwächter, die Elektroden sowie die Armaturen des Ölbrenners überprüfen. Ein Blick in den Tank schadet ebenfalls nicht. So zeigt sich, ob auch dieser eine Reinigung braucht. Um den Tank ordentlich zu säubern, sollte möglichst wenig Öl darin vorhanden sein. Übrigens: Ist der Filter in immer kürzeren Zeitabständen zugesetzt, ist das ein Hinweis auf eine nötige Reinigung.

Gasheizung

Neben Ölheizungen ist auch das Heizen mit Gas in Österreich weit verbreitet. Der Wartungsaufwand ist geringer als bei einer Ölheizung und damit auch etwas günstiger. Bei der jährlichen Inspektion sollte der Heizungsmonteur sich den Heizkessel genau ansehen, um festzustellen, ob die Einstellungen noch zufriedenstellen sind. Dafür wird der Heizungsregler ausgelesen. Fehlercodes und die Zahl der Brennerstarts sowie die Betriebsstunden geben erste wichtige Hinweise auf defekte oder eine ungünstige Einstellung der Anlage.

Danach folgen mechanische Schritte, wie die Reinigung des Wärmetauschers und die Spülung des Kondensatablaufs. Zusätzlich sollte der Monteur die Elektroden sowie die Flamme in der Gasheizung überprüfen und defekte Elektroden gleich austauschen. Damit verhindert er, dass sich das entflammbare Gasgemisch in der Heizung sammelt. Wenn ein Experte die Heizung wartet, dann überprüft er die Verschleißteile der Geräte, reinigt einzelne Elemente der Anlage und kontrolliert die sicherungstechnischen Einrichtungen. Schon eine dünne Schicht von Ablagerungen kann den Verbrauch der Anlage bis zu fünf Prozent anheben. Außerdem ist es enorm wichtig, die Gasanlage regelmäßig auf ihre Dichtheit zu kontrollieren, um keine giftigen Gase freizusetzen, die die Gesundheit der Bewohner des Hauses gefährden.

Die Wartung sollte mit einer Abgasmessung abgeschlossen werden, die dokumentiert wird. Damit ist der Anlagenbesitzer immer auf dem neuesten Stand, was den Zustand seiner Heizung betrifft. Da Gas ein hoch brennbarer und explosiver Brennstoff ist, empfiehlt es sich, sofort den Fachmann zu informieren, wenn folgender Merkmale auftreten:

  • Die Zündungsflamme verändert ihre Farbe und wird heller.
  • Am Heizgerät und in dessen Umgebung entstehen Farbspuren, beispielsweise durch Ruß.
  • Die Betriebsgeräusche verändern sich.
  • Es entsteht eine Geruchsentwicklung.
  • Bauteile wie das Gehäuse oder die Bedienungseinheit sind beschädigt.

In diesen Fällen herrscht dringender Handlungsbedarf. Besitzer von Gasheizungen sollten dann auf keinen Fall auf die nächste Inspektion warten.

Fernwärme

Wer mit Fernwärme heizt, kann sich beim Thema Wartung getrost zurücklehnen. Da die Wärme vom Erzeuger geliefert wird und nicht in einer kompakten Heizungsanlage produziert wird, muss auch kein Heizkessel gewartet werden. Doch die Kosten für die Heizungswartung sind in der Regel mit den Grundkosten für die Fernwärme verrechnet. Dadurch müssen Fernwärme-Nutzer sich zwar nicht um die Wartung kümmern, diese aber anteilig bezahlen.

Quelle: Immowelt